** Die Elektrizität ist der reine Zweck der Gestalt, die sich von ihr ** befreit; die Gestalt, die ihre Gleichgültigkeit aufzuheben anfängt, ** denn die Elektrizität ist das unmittelbare Hervortreten oder das ** noch nicht von der Gestalt herkommende, noch durch sie bedingte ** Dasein, oder noch nicht die Auflösung der Gestalt selbst, sondern ** der oberflächliche Prozeß, worin die Differenzen ihre Gestalt ** verlassen, aber sie zu ihrer Bedingung haben und noch nicht an ** ihnen selbstständig sind.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770 - 1831), deutscher Philosoph:
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Gruss Thomas
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Uwe Hercksen
Thomas Schaerer schrieb:
gt,
Hallo,
mit dieser Definition kann man heute recht wenig anfangen, aber Hegel=20 wird vermutlich auch bessere Definitionen geschrieben haben.
Bye
M
MaWin
"Thomas Schaerer" schrieb im Newsbeitrag news:42512550$ snipped-for-privacy@news1.ethz.ch...
Ja, und ? Man hat sich damals anders ausgedrueckt, auch ein Resultat damaliger anderer Denkweisen, aber der Kern der Aussage ist doch:
Elektrizitat (als elektrischer Strom) hat keine Gestalt, aber der Stromfluss basiert auf einer Ladungsverteilung, die in ihrer Folge erst zum Stromfluss und damit zu ihrer Aufloesung fuehrt, also liegt dem elektrischen Strom doch eine Raeumlichkeit als Gestalt zu Grunde, die letztlich aber egal (gleichgueltig) fuer die Funktion ist.
Und damit hat der Philosoph als nicht-Elektroniker doch nicht so unrecht.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
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J
Joachim Riehn
Uwe Hercksen schrieb: >> Definition der Elektrizitä t[von Hegel] > mit dieser Definition kann man heute recht wenig anfangen, aber Hegel > wird vermutlich auch bessere Definitionen geschrieben haben.
Endlich mal jemand, der ein abgewogenes Urteil faellt.
Thales, der ehrwuerdige Stammvater der Philosophie, hatte sehr wohl gute Beobachtungen gemacht. Es ist heute noch erstaunlich, dass er sowohl den Bernstein (Reibungs- elektrizitaet ?) als auch den Magnetstein in den gleichen Zusammenhaengen gesehen hat.
Das gleiche gilt fuer Anaximander, den Mitarbeiter des Thales. Seit dieser Zeit diskutiert man jedenfalls systematisch und es gibt Fortschritte.
Aber auch nur dann, wenn es sich _nicht_ um eine Definition handeln soll. Das meinte der OP aber.
Markus
J
Joerg
Hallo Thomas,
Hier gibt es ein Schild: "This room illuminated by Edison electric light
- simply turn switch - do not attempt to light with match".
Dann eine Aussage in einem "neuzeitlichen Buch des Maschinenbaus", dass Radiowellen ein gar seltsamer Effekt seien.
Gruesse, Joerg
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G
Georg Seegerer
Davon kannst du nicht zufällig ein Foto machen und irgendwo ins Netz stellen, bzw. per mail schicken? ;-)
Georg
Die Reply-To Adresse ist reply-fähig ;-)
J
Joerg
Hallo Georg,
Wenn ich es denn wiederfinde...
Es gab auch noch ein zweites, "Edison electric light is in no way harmful to the soundness of sleep". Naja.
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
Hallo Georg,
Das Schild muss wohl in vielen Hotelzimmern gehangen haben. Siehe Punkt
29 hier:
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Gruesse, Joerg
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J
Jan Zoellner
Ich hab beide Texte bei mir zu Hause in einem "Schild" (ist eher ein Ausdruck auf Papier...) vereinigt hängen.[1] Sieht schön retro aus und wurde im Technikmuseum zu Manchester erworben. Ich dacht immer, das wär die Originalform.
Ciao Jan [1] Macht sich ausgezeichnet neben dem altertümlichen Sicherungskasten, der einfach so im Wohnungsflur angeklebt ist. Inzwischen "leider" mit Sicherungsautomaten, vorher hatte ich da noch richtige Schraub-Schmelz-Sicherungen. PS: X-Post weggelassen
J
Jan Kandziora
Thomas Schaerer schrieb:
----Schnipp----
Super. Der Mann hat dem Maxwell ja praktisch die Hand geführt. :)
Jan
S
Stefan Nöhammer
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-> siehe 1878
/Stefan
H
Holger Petersen
Der "Moore-Hummel, Pysikalische Chemie, 4. Auflage 1973" verweist am Anfang des 13. Kapitels "Teilchen und Wellen" (Seite 638) so- wohl auf Thomas v. Aquin als auch auf Christian Morgenstern:
"Wenn also Engel nicht aus Materie und Form bestehen, dann ist es auch unmöglich, zwei Engel derselben Art zu haben ... Die Bewe- gung eines Engels kann stetig oder unstetig sein,ganz nach Wunsch. So kann ein Engel auch in einem bestimmten Augenblick an einem Platz sein, und im nächsten Augenblick schon an einem anderen, ohne daser zu irgendeiner dazwischen liegenden Zeit existiert hätte" Thomas von Aquin, Summa Theologiae (1225-1274)
"Wieviel Engel sitzen können auf der Spitze einer Nadel - wolle dem dein Denken gönnen Leser ohne Furcht und Tadel! >Alle!< wirds dein Hirn durchblitzen. >Denn die Engel sind doch Geister! und ein ob auch noch so feister Geist bedarf schier nichts zum Sitzen< Ich hingegen stell den Satz auf: Keiner! - Denn die nie erspähten können einzig nehmen Platz auf geistlichen Lokalitäten." Christian Morgenstern (1871-1914)
Eine Vorweg-Name des Wellen-Teilchen-Dualismus?
Wobei nicht dabeistand, WANN Chr. Morgenstern diesen Text verfasst hat.
SNCR, Holger
PS:
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R
Rolf Bombach
[snip]
Dem ist nichts hinzuzufügen. Allerdings könnte man was weglassen ;-)). Naja, die Goethesche Farbenlehre war wohl noch ein Level tiefer (Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. .... =
Analytische Philosophen sind Mangelware, bei den "kontinentalen" ist wohl jeder einer zuviel. Der Unterschied ist etwa wie zwischen Astronomie und Astrologie.
mfg Rolf Bombach
T
Thomas Schaerer
Ja das stimmt doch. Wenn es mir schlecht ist, dann leide ich und das Licht wird kreidenweiss reflektiert. Es lebe der Goethe! :-)
Gruss Thomas
Meine Elektronik-Minikurse:
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R
Rolf Bombach
Holger Petersen wrote: ....
Da mit der "modernen" Quantenfeldtheorie, also so ca. 1928 der Welle-Teilchen-Dualismus zu Grabe getragen wurde, ist dies wohl nicht so wichtig. Die Frage ist eher, wie lange es dauert, bis "moderne" Erkenntnisse in die Mittel- schulphysik durchsickern.
Ich bin leicht ueberfordert und lasse Autoritaeten sprechen, die davon mehr verstehen als ich: (Landau/Lifschitz in ihrem beruehmten Lehrbuch) "Gegenwaertig gibt es noch keine vollstaendige, logisch abgeschlossene relativistische Quantentheorie"
Nein, der Satz kommt aus konkreten physikalischen Messungen. In der Festkoerperphysik braucht man das chemische Potential von Anfang an. Weiter muss man in der Atomphysik sehr aufpassen, mit welchen Stosspartnern man es zu tun hat. Eine Erhaltung der Teilchenzahl ist nicht garantiert. (z.B. "Billardspiel mit korrelierten Elektronen", Physikalische Blaetter 54, 1998 p.822 ff.)
Nur durch diese konkreten Einzeluntersuchungen kommt man weiter. Das ist in der Elementarteilchenphysik auch nicht anders.
Das sehe ich genauso.
Ich lese diese Newsgroup regelmaessig, und nicht nur sporadisch.
Das sind ungewohnte Toene von dir. Du brauchst keine Usenet-Polizei und ich auch nicht.
Mein Tipp jedenfalls: Nehme die statistische Denkweise der (gewoehnlichen !) Quantenmechanik ernst, sofern du das nicht ohnehin schon tust. Ob wir den Wellen-Teilchen-Dualismus schon wirklich verstanden haben, wage ich zu bezweifeln.
Ueberhaupt ist das mit der Quantisierung und Digitalisierung so eine Sache. Lieschen Mueller koennte vielleicht meinen, im Computer-Zeitalter waere die Digital-Elektronik grundlegend. Aber in dieser Newsgruppe ist es klar, das es eher umgekehrt ist: die analoge Elektronik ist letztenendes die Grundlage fuer die digitale Elektronik. Der gute alte Maxwell hat eine Revolution ueberdauert. Das gleiche gilt fuer die Thermodynamik (statistische Mechanik). Das wollte ich sagen.
Aber du bevorzugst ja die "analytische Philosophie". Auf empirische Tatsachen muss man sich immer stuetzen. Trotzdem kann ich doch diese Tatsachen "Erscheinungen" nennen und versuchen, hinter diesen Erscheinungen die Wirklichkeit zu verstehen. Damit finde ich den Anschluss an die klassischen Philosophen. Dass bei Hegel (den Thomas Schaerer ins Spiel brachte) vieles in die Hose geht, ist eine andere Geschichte.
Ich sitze also vor meinem Monitor und es werden mir kontinuierliche Bilder vorgegaukelt. Diesen Monitorbildern liegt eine digitale Technik zu Grunde. Aber die einzelnen digitalen Zellen auf der Festplatte klappen nicht aprupt um, sondern kontinuierlich, desgleichen die elektrischen Ladungen auf den Kapazitaeten im RAM. Zur Zeit werden aber die Leute so etwa im Alter von
13 Jahre ... 27 Jahre digital indoktriniert und meinen, die Welt ware grundlegend digital. Dabei irren sie sich aber ...
AArrgh. Fipptehler, schlimmes, von mir. Kein Wunder, so ergibt mein Satz natürlich nur Unsinn. Ich meinte natürlich dsp. Hat überhaupt nichts mit Netcop zu tun, der Tip ist da durchaus ernst gemeint, wenn man dort unvorsichtig mit dem Terminus "Welle- Teilchen-Dualismus" umgeht, etwa durch Erwähnen des- selben ;-], passieren Sachen, dagegen kann man den Tumult in dsie nach "Wie schliess ich meinen E-Herd selber an" als thermisches Rauschen erklären ;-).
Mehrfach merkwürdiges Statement. Wie gesagt, die "moderne" Physik nach 1928 und Schrödinger/Heisenberg kennt diesen Ausdruck eh nicht mehr. Auch können Naturwissenschaften nicht im engeren Sinne etwas erklären oder verstehen helfen. Sie unterscheidet sich, überspitzt formuliert, von der benennenden Botanik dadurch, dass sie versucht, die tausenden von Beobachtungen auf möglichst wenige möglichst einfache Grundprinzipien ("Gesetze", "Theorien", und nein, das Ohmsche Gesetz ist kein Naturgesetz) zurückzuführen. Die Frage nach dem "warum" könnten/ sollten eigentlich die Philosophen, Theologen usw. beantworten, nur kam von dort bis jetzt nichts wiklich nützliches. Nützlichkeit ist ein wichtiges Kriterium für wissenschaftliche Theorien, BTW. Der Welle-Teilchen-Dualismus stammt aus der Anfangszeit, de Broglie mag da noch bekannt sein, und war bewusst eine Krücke.
ACK. Bei extremen Umständen zu ergänzen mit Relativitäts- theorie und Quantenmechanik.
Die Bevorzugung der analytischen Philosophie heisst ja nicht, dass ich ein verbohrter Positivist bin.
Riesenproblem. Im IEEE Spectrum stehen da manchmal interessante Kommentare, "Kolumnen" kann ich sie nicht nennen, ist immer eine ganze Seite. Die (digitale) Simulation analoger Schaltungen ist dabei ein besonderes Kuriosum. Die neue Kunst ist es, solche Werkzeuge zielgerichtet einzusetzen. Besser wird die Situation durch hoffnungslos veraltete Lehrbücher allerdings wirklich nicht. Nebst genanntem "Dualismus" kommen noch viele andere Ladenhüter immer wieder zum Vorschein, "relativistische Masse" usw., gemixt mit abstrusen Meinungen und Halbwahrheiten. Ich meine speziell Bücher a la "Physik für technische Berufe, 34. korrigierte und erweiterte Auflage" und dergleichen. Resultat sind dann Azubis/Studis, die zu mir gerannt kommen und alles noch mal erklärt haben wollen. Daher reagiere ich hier recht allergisch... Aber auch sonst ist es erstaunlich, wie viele Leute, die bei HF/Radiowellen nie auf den Gedanken kommen würden, sich Licht als Partikelstrahlung vorstellen.
Eines Tages werde ich dort regelmaessig lesen, aber nicht von heute auf morgen. Gelegentlich schwappt einiges in die Elektronik-Gruppe herueber und macht auf mich eher einen schlechten Eindruck.
Der Ausdruck "W-T-Dualismus" ist allerdings kein besonders gluecklicher Ausdruck. Ich sehe alles zu 50% von der Praxis her. Man muss staendig zweigleisig denken: klassisch und quantenmechanisch. Den Ausdruck "klassisch" finde ich fast noch doofer. Aber er hat sich eingebuergert.
Es wird Ernst, wenn man die Botanik in die allgemeine Evolution einordnet. Wenn man das systematisch macht, kommt man mehr und mehr zu einer Wissenschaft. So dramatisch sehe ich das Ganze nicht. Gluecklich ist die Person, die dabei unterwegs ein allgemeines Naturgesetz entdeckt.
In der Physik ist es aber genauso, obwohl man das vielleicht zuerst nicht vermutet. Man hat jetzt eine Generation lang geglaubt, am "Anfang" haette ein Feuerball im thermischen Gleichgewicht gestanden. Dann sollte sich wohl die sichtbare Welt aus den gewoehnlichen statischen Schwankungen entwickelt haben. Das ist von vorn herein keine ernstzunehmende Theorie, sondern ein Skandal und eine Provokation. Daher mein distanziertes Verhaeltnis zur Grundlagen-Physik.
In diesem Sinn, mit freundlichen Gruessen Joachim Riehn