Bootstrapkondensator vorladen

Feb 22, 2008 31 Replies

Du meinst wahrscheinlich 50:50. Die Drossel dient dazu, dass der Treiber auf der anderen Seite nicht mit grossen Stromspitzen beaufschlagt wird. Denn das kostet Wirkungsgrad und macht (bei groesseren Wandlern) die Halbleiter dort teurer. Solche Spitzen sind auch in Sachen EMV nicht so der Hit.

Hast Du nicht schon 12V fuer den IRS2183? Dann ginge es mit CD40106. Ansonsten 74HC14 oder was immer gerade da ist. Der packt locker 3-4mA und das reicht ja bei 5V->15V:

formatting link

Oder einfach so einen Uebertrager an den TTL Ausgang eines Funktionsgenerators haengen.

Kann mich noch gut an manche Nachtschicht in Deutschland erinnern, wenn ein Design Review bis in die Puppen dauerte. Im Flur stand die Kiste Pilsener ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo Jörg,

Wirkungsgrad wäre hier ja nicht so wichtig und bei der kleinen Leistung macht das dem Treiber wohl auch nicht viel, Gatter sind ja mehr oder weniger strombegrenzt. EMV wäre die andere Sache, würde aber vermutlich im Dreck des großen Wandlers völlig untergehen.

Simulieren geht auch am Wochenende zu hause.

Michael

Na ja, eine 4.7mH oder 10mH Drossel wuerde bei 500uA Ausgangsstrom schon ganz gut passen. Den Effekt kannst Du hier ausprobieren:

formatting link

Notfalls tut es auch ein Widerstand von einigen hundert Ohm.

Hauptsache, das gibt keine Aerger mit der besseren Haelfte.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Gerade kam mir noch eine Idee fuer diesen Anschwingvorgang:

Diode D1 von Vs (Load) auf einen Kondensator, Kathode an Kondensator. Von dort eine weitere Diode D2 nach Vb, Kathode an Vb. In Serie zu jeder Diode noch einen Widerstand zur Strombegrenzung, 100ohm oder so.

Der Fusspunkt des Kondensators sitzt nicht auf Masse, sondern auf dem Ausgang eines 12V Logik Gatters oder irgendetwas anderem, was Push-Pull schalten kann. Ist dieser Ausgang auf Null, fuellt sich der Kondensator ueber D1 aus der Last auf. Nun wird er dort kurz mal auf +12V "gelupft", womit das obere Ende des Kondensators gut 11V ueber die Lastspannung geht. Das wiederum fuellt ueber D2 den Bootstrap-Kondensator auf, der zwischen Vb und Vs haengt. Danach den Fusspunkt wieder auf Null und dieser neue Kondensator kann "nachtanken". Zwischen Vs und Vb sollte auf jeden Fall noch eine Z-Diode sitzen, falls einmal die Lastspannung rasch absackt. Schottky-Angstdioden gegen +12V und Masse am treibenden Chip sind auch angesagt, damit das Dingen nicht in einen eventuellen Latch-Up getrieben wird.

Falls das so hinhaut, duerfte das die billigste Loesung sein.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo!

Ich baue meine High-Side-N-Kanal-MosFet Treiber immer selber mit ein paar Transistoren die als Gate-Turn-Off-Device verschaltet sind so wie in Datenblatt zum MDC1000A beschrieben.

Zur Boost-Spannungs-Erzeugung verwende ich meist eine NE555-Oszillator da dieser +-200mA liefern kann mit ein paar Dioden und Kondensatoren.

siehe:

formatting link
formatting link

Mit freundlichen Grüßen Harald Noack

Michael Rübig schrieb:

Und eine kleine Konstantstromquelle mit PNP? Wenn es P-Fets für diese Spannung gibt/gäbe könnte man sich die Basis Vorspannung auch schenken.

Jens

Jens Dierks schrieb:

Werde ich mal ausprobieren. PNP reicht ja, ne Konstantstromquelle aus 2 Dioden, einem Widerstand und einem Transistor würde wohl schon gehen.

Das Ding wird halt dann mit 100kHz/200V belastet, sollte also sauber ausgelegt sein. Auch wird wohl ein Angstwiderstand in Reihe dazukommen.

Michael

In diesem Fall muss man sich nur genau ansehen, wo man abzapft, weil ja schon eine feste Ausgangsspannung da sein kann. Deshalb hatte ich es nur mal als Idee losgelassen. Ob es klappt, koennte man eher an einem Schaltbild sehen. Vielleicht kann Michael eines ins Web stellen. Manchmal geht das aber aus Vertraulichkeitsgruenden nicht.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Klappt aber auch nur, wenn Vin > Vout. Sonst muss irgendwo Ladung gepumpt werden.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

Stimmt, und es muss dann noch eine Diode in Reihe zur Konstant- stromquelle weil die highside Treiberspannung größer as Vin wird. Da tendendiere ich mittlerweile auch schon zu einem kleinen Übertrager.

Jens

Ich auch. Allerdings entwickle ich viel fuer Massenprodukte, wo die Sache einfacher ist und der Uebertrager weit unter einem Dollar liegt. In kleinen Stueckzahlen von nur ein paar Tausend pro Jahr koennen selbst Uebertrager fuer Dinge wie Ethernet Hubs teuer sein. Warum auch immer, ich habe das Gefuehl, da werden bei kleinen Bestellungen fette Margen eingestrichen. Fuer den Bastler kann es sich durchaus lohnen, einen Billig-Hub vom Wuehltisch zu kaufen, nur um die Uebertrager da rauszuschlachten. Mit viel Glueck sind vier bis fuenf Stueck drin, die sogar bei Digikey zusammen ein Vielfaches gekostet haetten.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Dieter Wiedmann schrieb:

Das ist sogar gewollt.

Michael

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required