Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung - Page 6

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Eine sehr einseitige Sichtweise. "Erfolg am Markt" ist eine mehr oder
minder notwendige Voraussetzung für das längerfristige Bestehen eines
Unternehmens.
Aber nicht der Daseinszweck. Und ganz sicher nicht der einzige.

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Wo hast du dieses Gelaber her? VWL-Vorlesung?

 
XL
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Das ist halt der Unterschied: Unix ist ein Betriebssystem mit Tradition,
die anderen sind einfach von sich aus unlogisch. -- Anselm Lingnau

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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  Man kann "Unternehmen" natürlich auch als karitative Einrichtung,
ABM-Maßnahme usw. definieren. Aber die die gehen am freien Markt
meist schnell unter. Es sei denn es sind unsinkbare staatliche
Einrichtungen. Da muß halt der zugehörige Staat erst untergehen.
  Hierzulande ist halt das Verständnis für Marktwirtschaft
verlorengegangen, soweit es je existiert hat.
 
MfG  JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Es gibt zwischen "karitative Einrichtung" und "Ausbeuter" durchaus noch
Abstufungen. Und das Verhältnis zwischen Unternehmen und Angestellten
ist nicht der wichtigste Punkt, wenn es um "Erfolg am Markt" geht.

I.a.W.: ein Unternehmen kann seine Angestellten fair behandeln und
angemessen entlohnen und trotzdem erfolgreich sein. über die immer
wieder vertretene These "der Arbeitnehmer will nur profitieren, aber
bei Mißerfolg keine Verantwortung tragen" kann ich nur lachen.
Die Leidtragenden sind *immer* zuerst die Angestellten. BTST.


XL
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Das ist halt der Unterschied: Unix ist ein Betriebssystem mit Tradition,
die anderen sind einfach von sich aus unlogisch. -- Anselm Lingnau

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Viele karitative Einrichtungen sind die grössten Ausbeuter überhaupt.
Insbesondere, da immer wieder mit der "Leidensgeschichte" der
Einrichtung moralischer Druck auf die Angestellten aufgebaut wird.

Bernd


Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Warum, meinst du, gehen menschen zur arbeit?  Stehen um ev. 4:00h auf,
drängeln sich in überfüllten zügen. "Genießen" jeden tag überfüllte straßen?
Stehen unter umständen 8h am band?

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Was passiert wohl, wenn regierungen nicht volkswirtschaftlich handeln?
Wenn sie nicht rechtzeitig ihr staatsvolk auf unpopuläre maßnahmen
vorbereiten und von deren notwendigkeit überzeugen und umsetzen?

Einen vorgeschmack darauf,kannst du derzeit in Deutschalnd "bewundern"
Sieh dir zB den renten-, gesundheitbereich an. Auf notwendige maßnahemen
wurde schon vor 20 jahren ingewiesen.

--
mfg horst-dieter

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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  Die Probleme in konsumptiven Bereichen ( Rente, Gesundheit, Bildung
usw. ) sind letztlich nur Symptome der wirtschaftlichen Probleme. Bei
prosperierender Wirtschaft kann man solche Löcher mit Geld zuschütten.
Und die Probleme im wirtschaftlichen Bereich sind ja letztlich auch
2-stufig abgelaufen: in den 70er Jahren waren es erstmal Arbeitsplatz-
verluste durch Automatisierung, weniger durch "Globalisierung".
Natürlich haben uns die Japaner auch damals schon etwas gezwickt
( Kameras, Werften ). Man hat die Strukturveränderung ehedem durch
Frühverrentung und Aufbau wohlsubventionierter Arbeitslosigkeit
"gelöst". Das politische System hat damit nur bewiesen, daß es
Probleme nicht lösen kann/will, von Reformen wurde damals genausoviel
wie heute geredet.
  Durch die entstehenden Kosten für die kaltgestellten Arbeitskräfte
wurde die hiesige Produktion üppig teuer. Die nächste Phase der
Strukturveränderung ( "Globalisierung" ) wird die 2. Republik eben
nicht überleben.
  Ich empfehle wie üblich Studium der Literatur.
Gaettens "Inflationen" Pflaum 1955  ( gibts noch bei www.zvab.com )
ist der Klassiker für die übliche Form des Staatszusammenbruchs. Er
behandelt die bekanntesten und interessanten Fälle in Europa seit
spätrömischer Zeit. Mißwirtschaft und ihre Folgen sind nicht neu,
Ursachen und Folgen sind nicht neu, die Abläufe sind wohlbekannt.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Jein. Selbstverständlich müssen genügend güter zum überleben beschaffbar
sein. Aber, erfahrungen wie man etwas effektiver macht, werden und
müssen auch vermittelt werden. Es kommt halt darauf an, ob man gleich
den "erfolg" genießen will oder ihn investiert. Zum beispiel in
weiterbildung. Dazu muß aber auch die zuversicht vorhanden sein, das
diese mühe und arbeit eben später mehr erfolg zeitigt.

Untersuchnungen zeigen das die gesellschftlichen schichten eben auch
ihre eigenen vorstellungen der zukunft haben.
Es ist halt eine wechselbeziehung zwischen den einzelnen faktoren.
Deshalb können sie auch nur begrenzt isoliert betrachtet werden.


  Bei
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Die jeweiligen kennziffern zeigten ab den 70. bei produktion und
investition einen abwärtstrent.
Bedenklich finde ich, das investitionen weniger wurden, bei
gleichzeitigem anstieg des nettosozialproduktes. So meine erinnerung.
Abgesehen mal, das man sich investitionen genauer ansehen soll.

Es ist leider so, das politik aber auch die wirtschaft lange zeit alles
versucht haben, mit geld die probleme zu handhaben. Inzwischen wirds
immer deutlicher,das dies "nur" augenwischere war. Sie haben und
versuchen immer noch ihre inkompetenz und phantasiearmut zu kaschieren.
Schlimmer noch, sie wollen es nicht einsehen und torpedieren
offensichtlich jeden vernünftigen versuch zum lösen der problematik.

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Das redet keiner klein. Jedoch im nachhinein werden damalige
fehlentscheidungen sichtbar.
Ein urteil über jene entscheidungs-eliten verkneif ich mir, das
entscheidungsumfeld ist mir einfach zu komplex.

  Man hat die Strukturveränderung ehedem durch
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Ich weiß nicht woran das liegt? Aber offensichtlich ist der wille, die
zukunft aktiv zu gestalten verloren gegangen. Das eine gesellschaft
saturiert sei, kann lediglich ein kleiner aspeklt des problems sein. Mir
fällt bei diskussionen "immer" eine praxisferne auf.
Es kommt mir vor wie verbalbefiedigung die getrieben wird. Eigentlich
soll wohl auch nichts geändert werden? Vielleicht können psychologen
mehr dazu sagen.

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Der rest der beschäftigten darf länger und intensiver arbeiten. Schon
vor jahren haben sich mitarbeiter nach 10h45min ausgeschäckt. Bisweilen
auch schon nach 8h. Gearbeitet haben sie aber länger.
Hinzu kommt, das die wege zur arbeit immer mehr zeit beanspruchen.

Eine weiterbildung nach feierabend ist schlicht illusion. Vielleicht
werde ich ja demnächst auch freigestellt? Wissen entwickelt sich unter
den aktuellen bedingungen zu halbwissen. Sicherheit zu unsicherheit.

Märkels hinweis auf mehr arbeiten bekommt da einen besonderen beigeschmack.




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Gewisse alte grundsätze behalten immer ihren bestand. Ach wenn das immer
mal wieder infrage gestellt wird.

Wie sagte es Kästner so treffend:" Es gibt nichts Gutes, denn man tut
es". ;-))

--
mfg horst-dieter

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Wäre ich mir nicht sicher. Bzw. es gibt simple Erklärungen ohne
Weltverschwörungstheorien.
* Sicher ist, daß es ca. 1974 nominell in Folge der Ölkrise einen
  scharfen Einbruch gab. Das war aber eigentlich das Platzen einer
  Spekulatiionsblase, denn die Wachstumserwartungen die anno 1969
  in die 70er Jahre projeziert wurden waren nicht zu halten. 1969
  herrschte Vollbeschäftigung und im europäischen Ausland kam
  Inflation hoch. Insofern war ja offensichtlich, daß man entweder
  das Wachstum für weiche Landung reduzieren mußte. Oder eben
  weitermachen, sich verspekulieren und dann 1974 einbrechen.
* es findet sich bei Herman Kahn ( dessen Statistik besser als
  seine Prosa ist ) auch vergleichende Grafik für Wachstum in
  USA/Europa/Deutschland. Sie zeigt, das von Anfang 50er bis Ende 60er
  Jahre steileres Wachstum in Deutschland als für Weltdurchschnitt.
  Danach aber nur noch Wachstum wie Weltdurchschnitt.
  D.h. nachdem man seinen lokalen Nachholbedarf der durch den
  2. Weltkrieg bedingt ist abgebaut hat, bleibt halt nur das
  allgemeine Wachstum, das z.B. durch technischen Fortschritt für
  alle industrialisierten Länder möglich ist.

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  Es ist das 2/3-Gesellschaftsmodell der 70er/80er-Jahre: die
Systemparteien bedienen mit identischer Politik ja identische
Wähler. Das sind die Leute mit Jobs die vom "weiter-
so-wie-bisher" profitieren. Deren Anteil darf nicht unter 2/3
fallen, sonst hat man bei Wahlen Probleme.
Daneben gibt es das maximal 1/3 das vom Wohlstand ausgegrenzt
wird, aber zahlenmässig nicht stark genug werden darf um
bei Wahlen Ärger zu machen.
  Dieses stabile System hat in den 90er Jahren Schlagseite
entwickelt:
* bei den Ossis hat sich das 1/3 geographisch so konzentriert,
  das es zumindest lokal bei Wahlen Rolle spielt.
* die 2/3 stellen in der Rentenfrage fest, daß sie genauso
  wie das 1/3 "betrogen" wurden.
Weshalb man auf http://www.NPD.de ja schon frohlockt, daß
eine vorrevolutionäre Stimmung in der Luft liegt. Sind
allerdings mit der Einschätzung noch etwas zu früh dran.

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Die Beschäftigten arbeiten zwangsläufig für den Rattenschwanz
Unbeschäftigter mit. Wer sollte deren Unterhalt sonst bestreiten ?

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Hier in München leicht nachzuvollziehen:
* Verkehrssysteme ( ob S-Bahn oder Strasse ) die geplant wurden
  die Bevölkerung in/aus Stadtkern zu bringen versagen, wenn die
  Industrie aus den Städten ins Umland flieht wegen Gewerbesteuer-
  differenz und niedrigeren Mietkosten.
* Eine direkte Ansiedlung der Industrie ( die ja heute heute kaum
  noch Lärm & Schmutz erzeugt ) in den Schlafstädten scheitert an
  Bürokratie die Wohn- und Gewerbeflächen streng getrennt haben
  will.
* Jeweils eine Wohnung nahe dem Arbeitsplatz zu beziehen scheitert,
  weil die Mietkosten für neubezogene Wohnung drastisch höher
  wären als für die standortferne Wohnung die man schon seit
  10 Jahren besetzt hält. Kaputter Wohnungsmarkt eben.

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Drum auch sind "jüngere Mitarbeiter" so gefragt: Chef bildet sich ein
sie hätten an Hochschule was neueres oder überhaupt was mitbekommen.
  Ich wurstle gerade ( Wochenendbeschäftigung für die Zeitschrift ) an
steinalten Dingen rum: invariante Momente ( Bildverarbeitung/
Mustererkennung ) a la Hu 1962. Und weil ich da log und arctan brauche
Meggitts Pseudomultiplication/Division ( ähnlich CORDIC ) auch von 1962
( erfreulich, daß IBM das IBM Journal gescannt im www hat ). Das sind
alles Verfahren die den 6502 freuen. Und nach Jahren eventuell
nochmal in Produkten Verwendung finden können.

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Wenn das industrielle System das auf hartem Wissen basiert eben
( ins Ausland ) verschwindet fällt das nichtmehr auf. Akademiologen
können Nichtfunktion bzw. praktische Nichtanwendbarkeit leichter als
industrielle Anwender überspielen. Insofern wird in Zukunft kein Mangel
an geschönten Diplomarbeiten, Doktorarbeiten, Frauenhofer-Forschungs-
berichten usw. bestehen. Die aggressiv aufgemotzen und dann gerade
deswegen prämierten Jugend-Forscht-Arbeiten weisen den Weg.
Ehedem hielten die sauertöpfischen Professoren das nieder.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Also mir macht meine Arbeit Spaß. Ich treffe nette Menschen, lerne
immer wieder neue und interessante Dinge. Ich habe eben das Glück, mein
Hobby zum Beruf gemacht zu haben.

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Was bitte soll "volkswirtschaftlich handeln" sein? *Das* meine ich mit
Gelaber. Wenn ich was in meinen VWL-Vorlesungen gelernt habe, dann daß
eine Volkswirtschaft (dank Globalisierung eigentlich: Weltwirtschaft)
ein *sehr* komplexer Prozeß ist. Die Regeln, nach denen sie funktioniert
sind bestenfalls statistischer Natur (eine Weile war es "Sport" für
uns, für jede Regel die der VWL-Prof uns präsentierte, fix ein Gegen-
beispiel zu finden). Ich finde es schon erstaunlich (und ein bisschen
bedenklich) wie unsere Politiker einfache Zusammenhänge a'la "Renten-
beitrag rauf -> mehr Arbeitslose, Rentenniveau runter -> Arbeit für die
Enkel" dem Wahlvolk verkaufen.

Auch ohne Lobbyismus, Bestechung oder "soll doch der nach mir gewählte
die Sch***e ausbaden"-Einstellung ist die Entwicklung der Wirtschaft in
eine gewünschte Richtung ein schwieriges Unterfangen. Wenn ich mir die
Herren Politiker so ansehe, war Biedenkopf der letzte, dem ich in
dieser Hinsicht etwas zugetraut hätte.


XL
--
Das ist halt der Unterschied: Unix ist ein Betriebssystem mit Tradition,
die anderen sind einfach von sich aus unlogisch. -- Anselm Lingnau

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Oh ja, auch die kinder, die von ihren eltern mißhandelt werden, finden
zumeist, das ihre e. die besten sind.
Polemik beiseite, aber etwa 80% der werktätigen sind mit ihrer
beschäftigung unzufrieden. Aus welchen gründen auch immer.

Deine antwort geht am problem exakt vorbei ;-)


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Schau dir lateinamerikanische und afrikanische staaten an. Vergleiche
die mal mit süd-ost-asiatischen volkswirtschaften. Dort wo der
welthandel "ideale" bedingungen vorfindet, haben große teile der
bevölkerung "verloren".
Was ist überhaupt welthandel derzeit? Oft "nur" ein kampf, in dem
entwickelte länder ihre probleme exportieren wollen.
Beispiel: EG rindfleisch ist in Argentinien billiger als ihr
pamapfleisch. Wie sich das wohl rechnet? Nächstes beispiel: USA getreide
und mais. Die sind in afrikanischen ländern billiger als die von ihren
eigenen bauern produzierten lebensmittel. Ergebnis sind lokale
hungersnöte. 50kM siehts oft schon ganz anders aus. Für die
einheimischen bauern lohnt eine produktion schlicht nicht.
Diese beispiele und ihre folgen lassen sich beliebig fortsetzen.


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Bei diesen prozessen sind 50 jahre nicht ungewöhnlich. Diese zeiträume
müssen dabei beachtet werden.
Vorgaben,vorschriften MÜSSEN deshalb allgemein gehalten werden. Je
präziser, um so schneller reagiert der markt mit "umgehungen"


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Bist du auch schon aufgewacht ;-) Über diese inkompetenz schlicht
dummheit, ärgern wir uns schon lange. Bei der rente min. 20 jahre.

zB wir bezahlen die wiedervereinigung aus der "portokasse". Aber, allen
war bewußt, das eine wiedervereinigung teuer kommt. Sie waren auch
bereit zu zahlen. Sie waren nur nicht bereit, sich für dumm zu verkaufen
zu lassen.
Die begründung, man habe den zustand der DDR industrie nicht gekannt,
ist nichts als eine ausrede.

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Ich schimpf ja auch ganz gern über unsere politiker. Aber, mal ein
beispiel aus dem alltag. Anerkannte vereine brauchen für hallenbenutzung
nichts zu bezahlen. Da unsere kommune quasi pleite ist, die
bezirksregierung hat den letzten haushaltsplan abgelehnt. Sollten die
vereine für hallenbenutzung E 5,00 pro h bezahlen. Ein sturm der
entrüstung war die folge. Es wäre der untergang, so ein argument. Nach
45min. wurde dann dieser vorschlag abgelehnt. Anschließend ging man dann
seitens der vereinsmatadore diesen "sieg" feiern. Dabei wurde ein
mehrfachen in bier und kurze umgesetzt ;-(

--
mfg horst-dieter

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Hast Du eine Quelle dafür?

Da müssten ich und die Leute die ich kenne ja in der Gruppe mit den
20% die Ausnahme sein.

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Dann hast du grund, dich zu freuen.
Es handelte sich um eine soziologische untersuchung. Etwa 2-3 jahre her.
Ist in einem Spiegel, bezüglich der arbeitswelt, genannt worden.

--
mfg horst-dieter

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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"temporär" wüsste ich nicht. Bezogen auf Anwendung eventuell.
  Airbus, Ariane usw. sind durchaus Subventionsfälle.
Es wird zwar offiziell argumentiert es wären rückzahlbare
staatliche Kredite, aber die Rechnungen sind geschönt.
Jedoch: baut man das Zeug nicht selber, muß man es in USA
kaufen. Dazu müsste man Export in USA drastisch steigern,
sonst hat man Wechselkursproblem. Also nicht so einfach.
Weshalb Länder wie Indien, Brasilien usw. auch gerne
"hi-tech" basteln: es ist nicht nur Nationalprestige,
sondern hat auch eine gewisse wirtschaftliche Berechtigung.
  Andere Sachen wie Steinkohle, Landwirtschaft usw.
sind natürlich nur krank.
  Die augenblickliche "Subventionsdebatte" ist aber eher
eine Steuerdebatte: wir haben überall überhöhte Steuersätze
die dann durch Ausnahmen gelöchert sind. Da Steuererhöhungen
derzeit unpopulär klingen, deklariert man das Streichen
der Ausnahmen als "Subventionskürzung".
 
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  Es ist nicht so dass sich kurzfristig etwas verschlechtert hätte,
die Entwicklung hat in den 70er Jahren eingesetzt und bewegt
sich seitdem langsam aber unaufhaltsam. Ab einem bestimmten Punkt
schwenkt man in die Endphase ein, dann gehts schneller.
Politiker & Wirtschaft können dann aufgrund der schlechten Lage
keine langfristig sinnvollen Entscheidungen mehr treffen sondern
wursteln nur noch kurzfristig. In die Phase sind wir eben jetzt
eingetreten. Sieht man ja:
* Die Regierung hat die Kontrolle über die Finanzen
  verloren und kann die EU-Kriterien nichtmehr halten. Aber Waigel
  ehedem konnte auch nur "3,0%-Punktlandung", auch Waigel würde
  heute die 3% knacken.
* Unternehmen opfern die Lehrlingsausbildung und werden damit in
  ein paar Jahren eben Probleme mit der Rekrutierung von
  qualifiziertem Personal haben.

MfG  JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Stimmt schon, allerdings läßt die Qualität der Produkte und das
Know-How immer stärker nach. Wenn daran nicht gearbeitet wird,
werden uns andere schnell überholen.

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Diese typ. Umverteilungsdebatten führen am Kern des Problemes IHMO
total vorbei. Das Hauptproblem liegt einfach darin, daß unsere
Regierung mit Geld nicht umgehen kann. Sieht man ja auch wunderbar
an den ganzen Sozialreformen. Reine Umverteilungen der Kosten,
die rein garnichts bewirken. Die Ausgaben sind das Problem.

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Industrie und Regierung jammern sowieso gerne :(.

cu, Marco

--
S: Minolta: Winkelsucher (VN), VC-9

E-Mail: snipped-for-privacy@linuxhaven.de
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Stammtischparolen. Das Hauptproblem besteht höchstens darin, dass
selbst kleinste Reformen nicht umgesetzt werden können, weil man es
jeder Lobby recht machen muss, ohne deren Unterstützung man aber auch
nicht an die Macht kommt.
Und Ausgaben an sich sind kein Problem, solange das jemand bekommt, der
es selbst auch wieder ausgibt.
Problematisch sind beispielsweise Subventionen, die Unternehmen für
irgendwas ausgeben, aber nur zu Bruchteilen bei Leuten auf dem Konto
landen. Problematisch sind auch Heerscharen von Leuten, die aufgrund
staatlicher Mitverantwortung berufsunfähig sind. Man weiss, das Leute
ohne abgeschlossene Schulausbildung, kaum Chance auf einen
Ausbildungsplatz geschweige denn Arbeitsplatz haben, warum lässt man
sie dann von der Schule, nur weil sie Sitzen geblieben sind und keinen
Bock mehr haben? Oder schult Arbeitslose völlig sinnfrei um, obwohl sie
das noch weiter vom Arbeitsmarkt entfremdet? Problematisch ist auch,
dass man Lehrer, die eine teure Ausbildung hinter sich haben, innerhalb
von höchstens zwanzig Jahren systematisch kaputt macht. Und
problematisch ist, dass die Gesellschaft (und nicht nur Politiker!)
Unternehmen die lahmsten Ausreden und dreckigsten Lügen abkauft.
Naja...

Gruss
Benjamin

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Weil das so ist, frage ich mich, warum wir mit unseren Löhnen, hohen
Lohnnebenkosten etc. nicht mehr konkurrenzfähig sein sollen? Faktisch
stellen unsere hohen Arbeitskosten doch offensichtlich in keiner Weise
ein ernsthaftes Hindernis für den Export und damit für unsere globale
Konkurrenzfähigkeit dar.

Kann mir jemand plausibel erklären, wo in Deutschland dann eigentlich
das Problem begraben liegt?

Könnte es sein, dass unse Problem ausschliesslich auf dem Binnenmarkt
zu suchen ist?

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Ist das so ?
* es ist keine "amtliche" Feststellung von OECD usw. sondern eine
  Schlagzeile der www.ftd.de gemixt aus unterschiedlichen Quellen
  zum Zwecke der Erhöhung der Auflage.
* für den Titel bewerben sich eh nur USA, Deutschland, Japan.
  Es ist nämlich keine Kennzahl pro Kopf wo irgendwelche kleinen
  Länder auch noch wollen könnten.
* Es ist ja wohl einsichtig, daß ein Hersteller in Detroit der
  eine Schachtel an Kunden in Kalifornien verschickt nicht "exportiert".
  Wenn ein deutscher Hersteller den europäischen Binnenmarkt beliefert,
  "exportiert" er.
* Wenn der EUR plötzlich zulegt steigt der "Wert" der deutschen Exporte
  sofort. Das durch ungünstigere Wechselkurse bewirkte Sinken der
  realen Exporte folgt erst später.
  
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Warum sind dann deutsche Automobilhersteller gar so scharf drauf
identische Autos z.B. in Italien und Spanien billiger als in
Deutschland anzubieten ? Wenn sie genausoviel wie in Deutschland
verlangen würden, würden sie doch mehr Gewinn machen.
Könnte es sein, daß selbst innerhalb der EU das Lohnniveau und
( damit auch das Preisniveau ) nicht überall gleich hoch ist ?

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Es ist in diesem thread mehrfach angesprochen worden.

MfG  JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Es wird nicht Export mit Bevölkerung multipliziert, sondern Export durch
Bevölkerung dividiert. D.h. auch kleinere aber entwickelte Länder
wie Niederlande, Schweiz kommen hoch. China, Indien werden selbst bei
absoluten Zahlen lange nicht Spitzenplatz haben.

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Angemessen wäre eben nicht Spitzenwert von Wechselkurs, sondern
geglätteter Mittelwert. Oder soll man in 6 Monaten wenn der Wechselkurs
nicht +10% sondern -10% ist dann den Niedergang des deutschen Exports
beklagen ? ( Wo er genau in dem Augenblick wohl eher Grund zum Steigen
hat ).

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  Sicher drückt die Grösse des Marktes das Preisniveau ( economy of
scale )
gegenüber kleineren Nachbarländern. Weshalb es ja auch in den USA
besonders niedrig ist.
  Auch versucht der Handel derzeit mit Billigstangeboten die Ware dem
unwilligen Kunden reinzudrücken ( zumindest bis der Händler mangels
Marge Pleite gegangen ist ).
Aber spricht es wirklich für den Standort Deutschland, wenn
hierzulande chinesische Unterhaltungselektronik besonders billig ist ?
Für in Deutschland gefertigt Ware ( vgl eben Automobile ) scheint das ja
nicht zu gelten.
  Vgl. z.B. die Hersteller wie Rosenthal, Arzberg: Geschirr ist
low-tech.
Waren aber früher ( dank moderner Fertigung und modernem Design )
exportfähige Artikel. Heute stellen sie die Fertigung ein, bzw.
verlagern
nach Polen.
  Oder die Wafer-Fertigung von Wacker: Standort Bayern abgebaut.
Ersatzstandort Ostdeutschland ( wo die Subventionen winken ) bzw.
Singapur.
  
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Mit gedokterten Pseudo-Statistiken a la "Exportweltmeister" ?
Der Artikel in www.ftd.de verrät nichmal wie die Zahlen verrechnet
wurden um zur gewünschten Schlagzeile zu kommen.

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Unbelegte Zahlen aus Gewerkschafts/Regierungspamphleten ?

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Diese Meldung wurde von einer Vielzahl Medien verbreitet. U.a. auch
durch meine regionale Tageszeitung.


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Prinzipell hast du recht, denn man müsste auch den Import dazu
betrachten. Die Aussenhandelsbilanz müsste darüber Aufschluss geben:

Deutschland hat einen sehr hohen Aussenhandelsüberschuss (ich glaube
auch weltweit der Höchste), die USA hat im Gegensatz dazu seit vielen
Jahren ein extrem hohes Aussenhandelsdefizit.

Der sehr hohe, deutsche Aussenhandelsüberschuss ist IMHO eine sehr
deutliche Aussage, dass unsere Produkte zu unseren Preisen in
Verbindung mit der hohen Qualität auf den globalen Märkten bestens
konkurrenzfähig sind. Und damit sind auch unsere Löhne,
Lohnnebenkosten, Sozialleistungen weltweit absolut konkurrenzfähig.

Was erzählen uns dann unsere Politiker, unsere Wirtschaftsbosse,
unsere Wirtschaftsfachleute andauernd für einen Schmarren? Warum
sollen Sozialleistungen abgebaut, die Arbeitszeit erhöht, der Urlaub
gekürzt usw. werden, wenn die Probleme von Deutschland überhaupt nicht
in der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Länder
begründet liegt?


Wobei die Aussenhandelsbilanz meines Wissens nicht unbedingt die
Geldflüsse beinhalten. Also z.B. die Schwarzgelder welche Handwerker
ausser Landes schaffen und auf schweizer Nummernkonten anlegen. Aber
auch die Euros welche die deutschen Urlauber ausgeben dürften nicht
dabei sein. Die Gelder von Währungsspekulaten und Geldanlegern
vermutlich auch nicht.

Und ich denke bei dieser Bilanz dürfte Deutschland recht schlecht
abschneiden. Haben nicht u.a. die europäischen Geldanleger Unmengen an
Geld in die USA gepumpt? Geld mit denen dann dieses gigantische
US-Aussenhandelsdefizit über viele Jahre hinweg finanziert werden
konnte?

Vielleicht sollte Deutschland bzw. Europa auch mal so agieren?




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Richtig, wobei wenn ich es richtig sehe, dann ist eher der Dollar
abgesackt, und keineswegs alle Exporte werden auf Dollarbasis
abgerechnet und die Kursänderungen EUR <=> Dollar hat auch "nur" ca.
25% betragen.


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Andersrum! Im Heimatland kann man immer etwas höhere Preise verlangen,
denn viele Menschen bevorzugen einheimische Produkte und sind auch
bereit etwas höhere Preise dafür zu bezahlen. Das gilt natürlich auch
in Italien mit Fiat und in Frankreich mit Renault etc.


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Wo, von wem?

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Das erhöht die inhaltliche Richtigkeit nicht.

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Der "sehr hohe" ist wie ja schon beschrieben eine Zeitungsente.
Es ist zwar hierzulande immer ein Aussenhandelsüberschuß vorhanden,
aber für die hiesigen Strukturprobleme ist das ein Nebenkriegs-
schauplatz.

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Ok dann soll deutscher Frisör Kunden aus den USA die Haare
schneiden, wenn ihm in Deutschland die Geschäfte zuwenig gut gehen.
D.h. nur wenige Produkte und kaum Dienstleistungen sind exportfähig.
Dem Teil der exportieren kann gehts bekanntlich auch nicht so schlecht
wie dem grösseren Rest der Wirtschaft.

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Wusste gar nicht, daß Handwerker so schwerreich sind.

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Tja: die Geldanleger ( z.B. Bank: irgendwo müssen die Zinsen
fürs Sparbuch ja herkommen ) pumpen das Geld dorthin wo die Wirtschaft
funktioniert und Gewinn zu erwarten ist. "So agieren" würde bedeuten
die strukturellen Veränderungen durchzuführen. Dann würde das Kapital
von aussen kommen bzw. nicht ins Ausland gehen.

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Es gibt durchaus Gründe ( die in den USA intern liegen ) warum
der Dollar eher schwach bleibt. Nur: das dämpft eher deutsche Exporte.

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Es gibt einen Dollarraum ( z.B. auch China und tendenziell Asien
generell ( starre Wechselkurse ); öl wird noch weitgehend auf Dollar
abgerechnet ) einen EUR-Raum und sonst nicht viel.  Also bleibt
letztlich der Dollar das Hauptproblem bei Wechselkursen. Ausserhalb
der EU sind das auch die Hauptabsatzmärkte.

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Und der "sehr hohe Aussenhandelsüberschuß" gegenüber USA ist eben
10%: wenn man die Wechselkursschwankungen nicht rausmittelt kriegt
man nur Phantasiezahlen.
 
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Dann müssten beide Marken in Deutschland ja sehr teuer sein und man
würde von Grauexporten zurück in Heimatländer hören. Von den Autos
die dann insgeheim zurück nach Japan geschafft werden mal ganz zu
schweigen. Ist aber wohl nicht so.

MfG JRD

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