Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung - Page 5

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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
Hallo MaWin,

[...]
 > Weil in diesem Land eine massive Schieflage zwischen Arm und Reich
 > existiert. Weil (gerade die derzeitige, aber auch die vorherige)
 > Regierung Geld aus den Taschen der Armen in die Taschen der Reichen
 > schaufelt. Weil die Regierung eine Regierung der Reichen ist.

da muss ich Dir leider zustimmen, obwohl ich für diese Regierung
mitverantwortlich und nicht reich bin. Beispiel:

da wird doch allen Ernstes über eine Kopfpauschale der Krankenversicherung
nachgedacht! Dass dabei die Geringverdiener draufzahlen und sich die
Vielverdiener ins Fäustchen lachen, ist wohl klar.
Im Prinzip profitieren die Besserverdienenden von jeder Steuersenkung
absolut gesehen deutlich mehr als die Geringverdiener.
Und beim jetzigen Vorhaben, die Krankenversicherungsbeiträge zu senken,
freut sich nur einer, nämlich mein Chef, denn die Hälfte der gesparten
Beiträge wandern dann direkt in seine Tasche, wohingegen ich die Zusatzkosten
aus meiner Lohntüte bezahlen darf.

Tja, und sowas nennt sich sozial...


[...]

 > Aber alle luegen mit: Der Politiker, die Zeitung, das Fernsehen.

ACK!

 >
 > Weil keiner nachdenkt. Weil keiner selbst denkt. Weil niemand
 > recherchiert. Weil alle nur nachplappern was irgendwelche
 > Lobbisten zu ihrem eigenen Vorteil so in die Welt setzen.

Absolut ACK! Mich erschreckt die Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit,
die viele unserer Landsleute zeigen, außerordentlich.


[...]

ciao
Marcus


Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Sie ist zumindest ein Ansatz von gesundem Denken.
Allerdings zu kurz gedacht, da das Risiko der einzelnen
Versicherten ja nicht identisch ist, die Prämien
es also auch nicht sein sollten.
  Heute haben wir ein System wo die Arztpraxen mit Rentnern
und Arbeitslosen gerammelt voll sind. Das sind Leute
die Leistung in Anspruch nehmen, aber nicht zahlen müssen,
weil sie ja kein Geld haben.
Und die Leute die arbeiten und den Spaß bezahlen trauen
sich nicht zum Arzt zu gehen, weil sie dann ihrem
Arbeitgeber verdächtig werden.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Was kann ich tun?

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Mal davon abgesehen, daß diese ganzen Reformen rein garnichts bringen;
man könnte auch böse formulieren: warum soll der Vielverdiener überhaupt
mehr bezahlen als ein Geringverdiener? Heute werden vor allem die
bestraft, die viel arbeiten. Macht auch keinen wirklich Sinn.

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Was für eine Steuersenkung? Die Steuern werden immer noch benannt,
aber das Endergebnis ist doch das gleiche. Und natürlich kann es
dem Besserverdienenden absolut mehr bringen, und?

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Kann ja auch nicht anders gehen, solange die Ausgaben nicht reduziert
werden, was durch eine effektivere Behandlung leicht möglich wäre.

cu, Marco

--
S: Minolta: Winkelsucher (VN), VC-9

E-Mail: snipped-for-privacy@linuxhaven.de
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
Hallo Marco,

Marco Budde schrieb:
[...]
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In einem kapitalistisch-egomanen Weltbild vielleicht nicht,
in einem sozialen/humanen (oder wie auch immer man das benennen mag)
dagegen schon. Was möchtest Du tun: den alten und/oder sozial schwachen
Menschen die medizinische Versorgung verweigern?
Mir tun die Abzüge vom Bruttogehalt auch weh, aber ich denke, es ist
einfach nur menschlich, wenn diejenigen, die viel haben, auch viel
geben, und diejenigen, die wenig haben, wenig geben.
Es ist ja nicht so, dass die Reichen bei und abgeschöpft werden,
im Gegenteil: Vielverdiener haben bei uns aufgrund ihrer häufig
besonderen Stellung (selbstständig etc.) finanztechnische Möglichkeiten,
um die Belastungen durch Steuer- und Sozialabgaben zu senken, die
Personen mit mittlerem oder geringem Einkommen nicht haben.

[...]
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Wieso muss mein Chef davon profitieren, dass ich deutlich mehr für
meine Gesundheitsversorgung aufwenden muss? Das verstehe ich jetzt nicht
so ganz.

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ciao
Marcus


Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Aber nur zu einem gewissen Grad.

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Relativ einfach:

*) Gesundheitssystem: bessere, effektivere Behandlungen; keine
   Festpreise mehr für Medikamente und Ärzte ==> Marktwirtschaft.

*) Rente: jede Generation bezahlt ihre Rente selbst.

*) Steuern: nur noch Geld ausgeben, das man hat.

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Absolut nicht. Vor allem effektivere Behandlung. Ich kann aufgrund
von persönlichen Erfahrungen im Familienkreis nur sagen: die
Behandlung ist oftmals völlig daneben. Da liegen z.B. alte Leute
nach einer Erkrankung wochenlang sinnlos im Krankenhaus, weil
kein Personal vorhanden ist, um die Leute wieder aufzubauen.
Was das kostet, dürfte wohl klar sein :(.

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Im Prinzip ist das auch völlig ok. Aber heute ist es oftmals so,
daß gerade die Leute mit wenig Geld auch noch Kosten verursachen,
die andere nicht verursachen. Ist halt toll, wenn alles
mehr oder weniger kostenlos ist (Ärzte, Rechtsanwälte, Wohnungen).

So war z.B. gerade heute in der Zeitung hier bei uns eine
Anzeige für eine Wohnung, die kalt 700 EUR kosten sollte und wo
der Vermieter schrieb: sehr gerne auch Sozialhilfeempfänger.
Also irgendwo stimmen hier die Relatitionen nicht mehr :(.

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Nicht jede ist selbständig und die Abgaben sind einfach viel zu
hoch. Insb. stimmt die Qualität nicht, die man dafür dann bekommt.
Wo man auch hinschaut (Rente, Krankenkasse, Bildung) überall nur
Chaos.

cu, Marco

--
S: Minolta: Winkelsucher (VN), VC-9

E-Mail: mb-news-b<ät>linuxhaven.de
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
Hallo Marco,

Marco Budde schrieb:
[...]
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Das würde ich sofort unterstützen!

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Auch das würde ich unterstützen, nur: momentan haben wir
noch den Generationenvertrag. Und wenn man davon abkommen
will, wie Du es forderst, müssen halt eine oder zwei Generationen
bluten. Es müssen dann Interimslösungen gefunden werden, damit
nicht eine Generation völlig leer ausgeht. Und diejenigen, die
von dieser Zwischenlösung betroffen sind, müssen mit
höheren Belastungen und/oder geringeren Auszahlungsbeträgen
leben. Anders wird es wohl nicht gehen. Wie gesagt, es kann nicht
einfach von der einen auf die andere Lösung umgeschaltet werden,
es sei denn, die Renten werden zeitweise aus Steuereinnahmen finanziert,
was allerdings auch wieder nur eine Umschichtung darstellt.


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Bei dem Forderungsverhalten, welches sich in unserer Gesellschaft
wie eine Seuche aubreitet, wird das schwierig.
Ich habe Leute schon oft Sätze sagen hören wie: "ich habe zehn
Jahre in die AL-Versicherung einbezahlt, jetzt möchte ich auch
mal was davon haben" oder "Ich zahle schon seit zehn Jahren in die
Privathaftpflicht ein, jetzt möchte ich auch mal haben, was mir
zusteht". Viele unserer Mitbürger haben einfach das Prinzip
der Solidargemeinschaft überhaupt nicht verstanden, was den
Bund und die Versicherungen enorme Kosten verursacht.
Was willst Du gegen dieses asoziale Verhalten unternehmen,
ohne auch die tatsächlich Bedürftigen zu treffen?


[...]

ciao
Marcus


Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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  Simple Marktwirtschaft funktioniert nicht so direkt, da
die Finanzierung ja über ein Versicherungssystem laufen muß.
  Man kann aber wie bei Autos alle kleinen/billigen Wehwechen
die Leute selber zahlen lassen. Man kann die Grenze was
klein/billig ist ja direkt vom Jahreseinkommen der Person
ableiten. Es muß aber spürbar sein, z.B. bis 10% von netto
zahlt er selber.
  Bei den grösseren Wehwechen ( Gipsbein ) besteht kaum
Gefahr durch Mißbrauch durch den Versicherten, weil
die meist unangenehm sind. Außerdem hat man dann die Anzahl
der Fälle soweit reduziert, daß man den Mißbrauch durch die
Ärzte durch Kontrollen reduzieren kann.

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  Der ist als Fiktion eingeführt worden, da hat nie jemand
in einer Wahl darüber abgestimmt. Zudem: er basiert nominell
auf den (schwindenden) Beitragszahlern. Da die kaum
tragfähig genug sind, endet das Ganze ohnehin in einem
steuerfinanzierten System.
  Die Realität ist, daß ein Pensionsfonds-System nur bei
Geldwertstabilität und kontinuierlich positiver witschaftlicher
Entwicklung funktioniert. Beides kann man nicht für die
Zukunft annehmen. Das Pensionsfondssystem funktioniert also
auch nicht besser.

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Niemand fordert in der Gesellschaft ( außer Gewerkschaften ).
Wir werden von den Politikern mit immer neuen "Leistungen"
beschenkt. Ziel ist dabei immer Ausweitung staatlicher Funktionen.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
On Sun, 19 Oct 2003 17:04:30 +0200, Rafael Deliano

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Und das manche kleinen Wehwehchen bei Nichtbehandlung auf einmal zum
Tode führen, weil sie nicht so klein waren, senkt ebenfalls die
Kosten.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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[...]
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Relativ unmöglich.
Es nützt nichts, wenn Zahlen auf Konten hin und her geschoben werden.
Ob nun Brötchen, Autos, oder Haarschnitt. Man kann immer nur Dinge und
Dienstleistungen verbrauchen und in Anspruch nehmen, die recht zeitnah
produziert wurden. Das heißt zwangsläufig, dass die Brötchen der Rentner
von der jeweils arbeitenden Bevölkerung gebacken werden müssen. In dem
Sinn gibt es schlicht keinen anderen Weg, als den, dass die junge
Generation für die Rente der alten sorgt.
Es gibt global gesehen keine Möglichkeit, wie eine Generation selber für
sich sorgen könnte. Jeder Versuch das doch zu installieren, scheitert auf
magische Weise. Das ist ähnlich wie die Perpetuum Mobiles auf magische
Weise an der Energieerhaltung scheitern.

Zum Beispiel könnte man versuchen das Problem mit individueller
Kapital-Anlage und Investmentfonds zu lösen. Das hätte in der
Vergangenheit wunderbar geklappt. In der Vergangenheit hat aber auch
unser jetziges Rentensystem wunderbar geklappt. Das das in  absehbarer
Zukunft nicht so weiter gehen wird, ist mittlerweile als Allgemein-
Wissen gehandelt. Leider wird aber auch ein individuelles Investment-
System crashen. Was passiert denn, wenn in 25 Jahren überproportional
viele Alte ihre Investments in Brötchen umwandeln wollen?
Richtig: Die Kurse der Fonds fallen, wegen mehr Angebot als Nachfrage und
die Rentenkürzung kommt in der Verkleidung des individuellen Börsen-Pechs.

Rentensysteme unterscheiden sich aus dieser Sicht lediglich in der
Psychologie mit der "die Jungen" davon überzeugt werden, "den Alten" einen
angemessenen Anteil zu geben. Außerdem sind sie mehr oder weniger gerecht.
Wobei "Gerechtigkeit" kein Maßstab ist, über den sich alle Beteiligten
einig sind.

Leider keine Smileys,
                        ---<(kaimartin)>---


--
Kai-Martin Knaak
kmkn@tem-messtechnik.de
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Korrekt.

Der nette Mensch der die Riester-Rente verhökern will wird sagen:
wir haben nicht in Fabrik in Deutschland investiert ( das tut aus
bekannten Gründen eh niemand mehr ) sondern in Fabrik in China.
Dort erfolgt die demographische Entwicklung zeitverssetzt um
ca. 100 Jahre, weil ja auch Industrialisierung später einsetzte.
Allerdings ist der langfristige Rücktransfer von Auslands-
investitionen historisch auch selten erfolgreich gewesen.

MfG  JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
Hallo Leute,

Eure Diskussion hat doch absolut nix mit Elektronik zu tun.

Was tut Ihr dann in de.sci.electronics?

Aber andererseits: Hochinteressanter Thread, tolle Beiträge...

..also weiter so!

Wenn's kein de.sci.volkswirtschaftslehre.de gibt dann von mir aus weiter
hier. Für solche Diskussionen muß Platz geschaffen werden.

Oliver Friedrich

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
Hallo


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Das Bauordnungsamt schreibt Dir sehr detailiert vor, wo Dein Haus zu
stehen hat, und wie es aussehen soll. Für Negerhütten gibts keine
Baugenehmigungen.
Die Baulobby sorgt schon dafür, das Grundstückspreise und der Bau
selber
so richtig teuer werden.
Wenn du hier anfängst, wie Diogenes in der Tonne zu leben, kommst Du
in die Klapsmühle.

Ich hatte mal eine Mieterin, der wurde vom Sozialamt nahegelegt,
Mietminderung
wegen zu schlechter Fenster zu beantragen. Ich ließ, nach verlorener
Gerichtsverhandlung, die Fenster erneuern, und legte das in
angemessener, legaler Form auf die Miete um. Prompt war das dem
Sozialamt zu teuer und nahm
die Mieterin dort heraus. Bei der Heizkostenermittlung zeigte sich
KEIN großer
Unterschied in der Dichtwirkung, so schlecht waren die alten Fenster
wohl nicht.
 
 



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Gerechtigkeit ist nicht  Antrieb der (menschlichen Wirtschafts)Welt.
Ungerechtigkeit viel eher.


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Weil Wohlstand immer auf Ausbeutung beruht, und wenn sich in der
dritten Welt niemand zum Ausbeuten findet, müssen wir eben bei uns
selber ausbeuten.
Genaugenommen existiert Wohlstand des einen nur durch Armut eines
anderen.


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Richtig. Und das wird noch dicker kommen. Siehe England.




 
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Doch. Viele denken. Aber die schlagen sich zu den Lobbyisten. :-)


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus





Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Das ist die Wirtschaftstheorie des 18.Jh. D.h. Manufakturen
aufbauen, die Produkte exportieren, dadurch Edelmetall ins
Land holen, Importe verhindern um den Abfluß von Edelmetall
zu unterbinden.
Die USA mit ihrer seit ewigen Zeiten abgesoffenen Handelsbilanz
aber höherem Lebensstandard zeigen, daß es so einfach nicht ist.

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Zusammen mit USA, Frankreich und kleineren Ländern wie Schweden usw.
haben wir den (noch). Wir haben das Paradies für Arbeitsscheue
geschaffen.

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  Wir werden halt arbeiten solange und soweit wir arbeitsfähig sind bis
wir tot umfallen. Es ist auch unsinnig zu fordern daß "Alter" eine
staatliche Rente rechtfertigt. Bestenfalls "Arbeitsunfähigkeit".
Der Mensch konsummiert solange er lebt, dann soll er auch produzieren.
  Die Möglichkeit wie im 19.Jh privates Vermögen aufzubauen und
sich zur Ruhe zu setzen wenn man von den Zinsen leben kann hat man
im heutigen System nichtmehr. "Besserverdienende", d.h. Leute die
fleissig arbeiten werden von der Steuer verfolgt. Die Geldwertstabilität
ist auch nicht so ausgeprägt.
 
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Daß sich in 50 Jahren Frieden und relativer Prosperität ein Speckgürtel
bildet ist nicht zu vermeiden. Aber die paar Reichen sind nicht das
Problem des Landes.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Und ? Die Tatsache, das man es vor 300 Jahren begriffen hat (vermutlich
aber schon 2000 Jahre frueher), heisst nicht, das es heute falsch ist.
Das Problem sind die neuen merkbefreiten Deppen, die nicht mehr wissen,
was die Geschichte lehrt, weil sie in der Schule nicht aufgepasst haben,
heute aber in der Politik sitzen.

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Njet. Da liegst du daneben. Die U.S.A. haben keinen hoeheren Lebensstandard.
OBWOHL sie die Handelsbilanz durch kolonialistische Ausbeutung (aktuell gerade
verloren in Bolivien) seit ewiger Zeit aufbessern.
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Och.

Moechstest du Analphabeten einstellen ? Hast du einen Arbeitsplatz ?
Nein ? Es gibt aber ca. 4 Mio davon in D. Das alleine erklaert dann
schon die 4 Mio Arbeitslosen.

Moechtest du psychisch Gestoerte einstellen ? Hast du fuer die einen
Arbeitsplatz ? Nein ? Es gibt aber ca. 4 Mio davon in Deutschland.
Das erklaert die 4 Mio Arbeitslosen.

Frueher waren die Ansprueche geringer, weil die Arbeitgeber noch Kontakt
zum Leben hatte, z.B. weil sie aus seiner Familie viele Schicksale kannten.
Heute gibt es nur noch virtuelle Arbeitgeber (aka Personalchefs) die mit
irgendwelchen lebens-unrealistischeh Anforderungen die Leute selektieren.
Da fallen die oben genannten raus. Schon von daher sind die
Arbeitslosenzahlen erklaerbar. Ueber-Anspruch der Arbeitgeber.
Denn auch fuer Analphabeten gaebe es Jobs (und psychisch Gestoerte finden
offenbar reichlich Platz in Managementpositionen, Marketing und in der
Politik).

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Gerade dieses wird neu propagiert (von denen die an gescheiterter
Geldanlage profitieren wollen).
Es wird aber eher auf das zigtausend Jahre alte Prinzip hinauslaufen,
das man sich viele Kinder anschafft, damit wenigstens einige von denen
im Alter so viel verdienen, das sie die Eltern am Leben erhalten koennen.

Ein Rueckfall ins vor-industrielle Zeitalter.

Nun ja, es hat ja auch nie jemand behauptet, das die Ideen des
industriellen Zeitalters so gut waren.

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Gerade Frieden und die damit einhergehende Stabilitaet ist der Motor von
Wachstum, denn ohne die Sicherheit, das das Aufgebaute Bestand hat, lohnt
sich weder die Anlage eines Feldes (Somalia) noch der Bau eines Hauses
(Palaestina), noch die Investition in Infrastruktur (Argentinien), noch
die Einrichtung von langfristigen Konzepten (wie Rente).

Nichts zerstoert so viel wie Kriege, wenn auch leider manchmal (Buerger-)
Kriege notwendig sind, damit das Volk sich von asozialen Herrschern
entledigen kann, die nicht freiwillig gehen.

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Da sie das Geld ins Ausland bringen schon. Aber schlimmer ist natuerlich
der immense Geldbesitz in Firmenhand. Das (von den Mitarbeitern erwirtschaftete)
Geld ist noch viel schneller weggeschafft. Mit staatlicher Gutheissung.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Was beispielsweise die Weltwirtschaftskrise gelehrt hat, haben immer
nur die Wenigsten verstanden. Und die wurden fleissig ignoriert, damit
man sich in Ruhe Namen wie Reaganomics und Thatcherismus ausdenken
konnte, die für genau die gleiche unsinnige Wirtschaftspolitik stehen,
wie damals.
Ansonsten sind Veränderungen heute wahrscheinlicher schwieriger
durchzuführen, als jemals zuvor. Die ganzen Organisationen, die den
Parteien die Wahlen bezahlen, machen das ja schliesslich nicht aus
Spass.

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Das stimmt, wenn man das eigene Land meint. Bei anderen Ländern nimmt
man das ja gerne in Kauf. Was würde die US-amerikanische Industrie denn
machen, wenn die nicht vier bis fünfmal im Jahrzehnt das Equipment für
ein brauchbares Scharmützel absetzen könnten?

Gruss
Benjamin

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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Die Welt als Nullsummen-Spiel: wenns mir gutgeht, muß es in Afrika
einen Neger geben dem es schlecht geht und den ich irgendwie "ausbeute".
Die Wirtschaft funktioniert so nicht.
Daß es uns hierzulande gut geht beruht darauf
a) daß wir die technischen Möglichkeiten nutzen
b) das Kapital haben um die technischen Möglichkeiten zu nutzen.
Wegen b) geht es den Negern schlecht.
Das Kapital wurde bei uns von vergangenen Generationen aufgebaut.
Wenn ich hier mit dem MVV von Germering nach München reinfahre,
dann tue ich das aus Trassen die wohl schon anno Kaiser Wilhelm gebaut
wurden. Glücklicherweise sind Gleise und Züge nicht ganz so alt.
Das Kapital ist also nicht das Geld sondern die Infrastruktur und
das "Humankapital". Wenn man das Geld zerstört hat ( vgl. die Inflation
in den 20ern ) kann man es unter Rückgriff auf reale Werte problemlos
regenerieren ( vgl die Rentenmark damals ).

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Analphabeten sind eher ein Problem z.B. in den USA. Da in den Medien
hierzulande gerne nachgekaut wird was in den USA läuft haben wir
plötzlich
auch "Analphabeten" trotz des aufgedunsenen Bildungssystems.
a) es ist unsinnig von erwachsenen zugewanderten Türken, Russen usw.
   zu erwarten, daß sie Deutsch perfekt lernen
b) das Anforderungsprofil vieler Berufe hat dahingehend keine besonderen
   Ansprüche: Taxifahrer, Kellner, Frisöre,
c) das Freizeitverhalten hat sich geändert. Unsere Eltern lasen noch
Karl
   May, heute hocken die Kinder vorm Fernsehen. Unsere Eltern haben noch
   Briefe und Ansichtskarten nach Hause geschrieben wenn sie unterwegs
waren,
   heute rufen sie mit dem Handy an. Lesen & schreiben ist eine
aufwändig
   zu erlernende Fähigkeit mit sinkender praktischer Bedeutung für
bestimmte
   gesellschaftliche Schichten.
d) Es gibt kein Lesen ohne Verstehen. Das erforderliche Textverständnis
   kann man beliebig hoch setzen. Wenn der forschende Akademiologe dem
   Opfer ( das im wirklichen Leben nie mehr als die Bilder der
Bildzeitung
   liest ) also einen Auszug aus einer Tageszeitung vorlegt kann man
   "hurra ein Analphabete" schreien und (erfolglos) Geld für
Erwachsenen-
   bildung fordern.
   Überigens kann man die Hürde beliebig hoch setzen. Ausfüllen einer
   deutschen Steuererklärung schafft z.B. kaum einer. Sehr viele Bücher
die
   ich hier liegen habe "verstehe" ich nicht wenn ich sie lese. Ich
   klassifiziere sie erstmal nur in "akademiologischer Schwulst" und
"eventuell
   mal praktisch anwendbar( wenn man sich reinkniet )".

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Vgl oben: alles Frage der Definition.
Es gibt eine Ärztelobby die sie kostenpflichtig behandeln will und damit
gern den Journalisten erklärt es gäbe das Problem.

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Man gehe in ein Kaufhaus, finde einen hübschen Wintermantel ( mit
fehlendem Preisschild ) gehe zur Verkäuferin. Die nennt einem den Preis
und man hat erstmal den Wunsch sich zu setzen.
a) sagt man der Dame: "das Geld habe ich nicht"
b) oder: "ja aber an der Innentasche hätte ich gerne einen
Reißverschluß"

Der Personalchef sagt auch nicht: "eigentlich stellen wir nicht ein,
weil wir knapp vor dem Absaufen sind" Er sagt: "Als dritte Fremdsprache
hätten wir gerne Chinesisch, weil wir auf dem Markt expandieren wollen".

D.h. man muß sich damit abfinden, daß kaum real offenen Stellen
existieren.
"Offene Stellen" a la Arbeitsamt sind Fiktion, nur Arbeitslose sind
physisch
real.

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Wenn wir ein faireres Steuersystem für Schumi & Boris hätten würden
sie ja bleiben. Aber enteignen lässt sich halt niemand gern.

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Die Firmenchefs werden sagen: ja es ist schlecht daß wir nach China
umziehen, weil euere Kinder dann keine Jobs bei uns haben werden. Aber
dafür können wir euch eventuell noch die Betriebsrente zahlen. Wenn wir
pleite gehen, habt ihr die auch nicht.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Also holen wir etwas weiter aus:
Um Wohlstand (=vereinfacht Geld) zu erwirtschaften muss ich ihn produzieren,
also produktiv etwas schaffen (Ausnahme Rohstoff lassen wir mal weg).
Unser Export besteht aus solchen produzierten Guetern (nicht aus Rohstoffen).
Hoher Export = hohe Produktion.
Man hat also Wohlstand produziert, doch verwendet die Gueter nicht selbst
sondern laesst sich Geld dafuer geben (mit dem man was anderes kauft).
So kommt's das hoher Export = erwirtschafteter Wohlstand ist,
von dem eigentlich die Arbeiter und das ganze Land was habe sollten.

(Haben sie ja auch: Siehe statistisches Bundesamt: Unternehmensgewinne
in 2001 und 2002 jeweils gut +4%, Arbeiterloehne jeweils gut +2%, es gibt
eigentlich keinen Grund zu meckern wenn es eine bessere Regierung gaebe).

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Nun, im Prinzip kann man nichts gegen Globalisierung einwenden: Wenn die
Produktion dort stattfindet, wo die Leute bereit sind, zu den niedrigsten
Loehnen zu arbeiten, dann wird es Arbeit dort geben, wo die Bevoelkerung
den Verdienst am noetigsten hat, bis eines Tages eine Gleichverteilung
der Produktion (an geographisch guenstigen Orten) stattfindet und damit
einhergehend eine Gleichverteilung des Wohlstandes.

So weit die Theorie.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung
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* Länder wie USA haben relativ niederigen Aussenhandel ( ca. 10-15 % )
  was deren Wohlstand aber nicht stört. Sie haben grossen Binnenmarkt
  und teilweise die benötigten Rohstoffvorkommen im Land.
* wenn man sich im Extremfall die Welt als ein Land mit "Weltregierung"
  vorstellt, gibt es formal keinen Export/Import mehr, nur noch
  Binnenmarkt.
"Export" ist also in dem Zusammenhang zumindest ein falscher Begriff.
Man kann höchstens argumentieren, daß der heutige Wohlstand durch
eine arbeitsteilige, spezialisierte Produktion gefördert wird die dann
natürlich weiträumigen Warenaustausch bedingt.

MfG JRD

Re: OT: Bewerbung mit Nennung der Gehaltsvorstellung

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Bitte drei punkte noch zur gefälligen beachtung:

1) Ein unternehem dient dazu, am markt erfolg zu erzielen.

2) Eine regierung sollte zum ziel haben, volkswirtschaftlich zu agieren.
     Ihre aufgabe ist es, unter anderem bedingungen zu schaffen, das
     möglichst alle mitglieder des staates am wirschaftskreislauf aktiv
    teilnehem können.
    Subventionen können temporär durchaus sinnvoll sein.

Wenn ich mir die derzeitige entwicklung ansehe, kommen mir zweifel.

3) Und, nicht zuletzt, das wichtigste, wirtschaft ist mindestens 50%
    psychologie (Erhard).

Ohne zuversicht, gierigkeit und hunger funktioniert nichts.

--
mfg horst-dieter

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