Re: mainbord verlägerungen

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Nein, dein Mainboard wird danach wahrscheinlich nicht mehr funktionieren,
weil der 'verlaengerte' Elko ebenso wirkt, als ob gar kein Elko da waer,
und daher kann es schon passieren, das daher dein Rechner nicht mehr laeuft.
Ursache: Der Elko soll in dem Moment, in dem die Chips mehr Strom
brauchen, diesen Strom schnell liefern, weil die Zuleitung vom Netzteil
(bekanntermassen auch so 20cm) ZULANG IST um den Strom schnell genug
nachliefern zu koennen. Physikalsch begruendet sperrt sich die
Induktivitaet der Leitung gegen schnelle Stromaenderungen.
Daher hat man die Elkos auf der Platine montiert.
Ansonsten hatte man sie weglassen koennen.

Bei den CHIPs kannst du eine Verlaengerung erst recht vergessen, deren
Leitungen muessen bei den heutigen Taktfrequenzen impedanzrichtig
angeschlossen werden und gleich lang sein. Das bekommst du mit frei
rumfliegenden Kabeln eh nicht hin.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: mainbord verlägerungen


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bei einer so niederinhaltigen Aussage ist die Rechtschreibung nicht
unbedingt wichtig.

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Du bist mir zu schlau.

**PLONK**

Andreas_der_auf_den_Troll_reinfällt
--
Good judgment comes from experience.  Unfortunately, the experience
usually comes from bad judgment.



Re: mainbord verlägerungen
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Da ist wohl was dran ...

Wer schonmal einen Schaltregler entwickelt hat, der
weiß, *wie* kurz die Verbindungen sein müsen.

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Nein, aber Du wendest sinnlos Formeln für ein idealisiertes
Bauteil an, das es so real nicht gibt.

Weil Du nicht verstanden hast, wie die Formel zustande
kommt, sondern diese einfach nur aus einem Tabellenbuch
entnimmst. Es gilt hierfür das fundamentale GIGO Prinzip:
Garbage In => Garbage Out

Eine bessere Formel hätte im konkreten Fall einen
zusätzlichen Realteil, der auch frequenzabhängig ist,
aber vor allem vom Typ abhängt.
Elkos verhalten sich anders wie Oscons und die wiederum
anders wie Tantals, und alle die sowieso ganz anders
wie z.B. Keramik-Kondensatoren.
Das Stichwort heißt hier ESR (Equivalent Series Resistance).

Hinzu kommt, dass ein Schaltregler eben Schaltregler
genannt wird, weil man ihn Schaltregler spricht und schreibt,
was wiederum heißt, dass man ihn nicht Grundfrequenz-
Sinusregler spricht, weil da eben was geschaltet wird.

Und woimmer scharf geschaltet wird, spielt die
Fouriertransformation zur Berechnung des Spektrums
eine Rolle. Ein Schaltregler mit einigen 100kHz bedingt
Oberwellen weit im Megahertz-Bereich. Und für die spielen
parasitäre Induktivitäten durch Anschlußkabel, die vorher
nicht da waren, durchaus eine Rolle.

Ciao Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: mainbord verlägerungen
On 19 Nov 2003 00:03:30 -0800, snipped-for-privacy@gmx.net (Thoralf Ebermann)
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Die "Elkos" (teilweise Oscon usw.) sind unter Umständen *Bestandteil*
des Schaltnetzteils und terminieren je nach Bauweise des Reglers
ein Ende der geschalteten Induktivität (Spule).
Sie sollen, ganz einfach erklärt, verhindern, dass dieses Ende, an
dem z.B. auch die CPU hängt, zappelt, wenn die Induktivität ihre
Energie dort abgibt.
Oder sie stehen am Anfang der Schaltung und sollen schlagartig
Energie liefern, wenn die Induktivität über den Schalter eingeschaltet
wird.

Der Schaltvorgang *per se* (siehe Fouriertransformation) produziert
die Oberwellen. Und wenn nun das andere Ende der Induktivität
statt am Kondensator nun erstmal wieder an ein langes Kabel
führt, was auch induktiv ist, dann freut sich die Spule, dass
sie nicht alleine arbeiten braucht. Und dann werden je nach
Bauweise des Murks die Oberwellen, die durch den Schaltvorgang
entstehen, relevant.

Die Teile werden nicht aus Jux verbaut, sondern weil die Leitung
vom Netzteil (hat auch "Elkos") zum Mainboard für einen *schnellen*
Energieabruf zu lang ist (die Leitung ist selber eine Induktivität und
würde kräftig strahlen).
Und deshalb macht es keinen Sinn, die "Elkos" wieder an eine
lange Leitung zu hängen ...

Stell Dir einfach im Geist vor, die meist gut sichtbare Wicklung
der Schaltregler-Spulen würde abgewickelt (Ferritkern und
Geometrie der Spule bei dem Simpelbeispiel bitte vergessen ;-)
dann gibt das nicht viel Leitungslänge ...
Und genau diese Länge will man an der Stelle eben *zusätzlich*
ganz bestimmt nicht.

Ganz abgesehen davon strahlt dann die "Elkoleitung" Leistung in
Form von elektromagnetischen Wellen ab und nervt so die
Nachbarn, bis das die RegTP dem ein Ende setzt.

Gruß Oliver

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Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: mainbord verlägerungen
Es scheint ja irgendwie noch keiner die Frage gestellt haben, aber:
Wozu will man die Kondensatoren und Chips auf der Platine mit Kabel
verlängern???
Mir fällt da echt keine Anwendung ein...

Bis bald
    Günther Jehle



Re: mainbord verlägerungen
On Wed, 19 Nov 2003 02:49:41 +0100, "Günther Jehle"

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Mir schon: "Ich habe da ein altes Mainboard, das will ich jetzt
kaputtbasteln. Was passiert, wenn ich plus und minus vonner Steckdose
vertausche?" Oder so ähnlich. ;-)

Grüße, Holger


Re: mainbord verlägerungen
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Weia.

Hihi, ein Elko bei 3 GHz ;-)

Junge, Du redest Schwachfug. Viel Schwachfug. Sehr viel.

Bei 3 GHz mag ein Elko alles sein, aber ganz sicher keine Kapazität
mit niederohmigen Serienwiderstand.

Ich würde sagen, es hängt sogar von der Polung ab (weil der Becher
sicher mehr als Antenne taugt denn der Innenpol. Ansonsten dürfte
das Innenleben die Mikrowellen schon ganz gut in Wärme
verwandeln, so sie nicht vorher über den Anschlußdraht abgestrahlt
oder über dessen Induktivität reflektiert werden.
FMM oder FDTD Analyse rulez.

Ganz lustig wird es mit einem fetten Becherelko, wahlweise
liegend oder stehend und mit plus oder minus auf der Microstrip
Leitung, hehe ;-))))

Doch, alleine schon so ein kleiner stehender Becherelko am SMA
schaut am Networkanalyser richtig lustig aus, gerade mal drangehalten,
weil man braucht ja immer wieder Teile für das heitere "was bin
ich" Ratespiel für die Black Box ;-)
Das entstehende Bild könnte schon als moderne Kunst
durchgehen. Aber *meiner* war trotzdem induktiv, mit schönem
Realanteil, und ja, die Buchse war als Port Extension eh' schon
rauskalibriert ;-)

Der kleine Tantal war weniger spektakulär, der hat einfach nur
induktiv reflektiert, aber es mag natürlich am Modell
liegen ;-) Bei einer Nutzung als HF Koppel-C wäre natürlich an
diesem Bauteil sofort Schicht im Schacht.

Ciao Oliver

P.s.: Sag mal, Du schreibst, Du bist:
"kommunikationselektroniker fachrichtung funktechnik"
Ist die Ausbildung in .de heute wirklich so schlecht ?

Bei Fachrichtung Energietechnik tät ich das ja noch verstehen,
die lernen was von 4m bis 10m Sicherheitsabstand von der
Hochspannung und gut ist.
Ich hoffe nur, dass Du mit diesem Ausbildungsstand immer
mindestens 1km Sicherheitsabstand von unseren Funk-
Internet Netzkomponenten und Systemen einhälst.
Zumindest dann, wenn Du einen Schraubenzieher in der
Hand hast ...

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: mainbord verlägerungen
On Wed, 19 Nov 2003 09:53:24 +0100, Juergen Hannappel
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Hehe.

Ich stelle mir gerade im Geiste so eine Schaltung vor, wenn man einen
genau definierten Typ exakt ausmißt, den als "Bandpass" verwendet
und dann den Alleskopierern in Fernost die Augen übergehen, wenn sie
die Schaltung 1:1 nachbauen ;-)
Das ist fast so gut wie der ASIC mit Aufdruck "74LS00" ...

Ciao  Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: mainbord verlägerungen
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Was die Berufsschule betrifft:
Ja ist sie. Ich sprech aus Erfahrung. Über reale Bauteile erfährt man da
kaum etwas. Ist an der Hochschule aber nicht wirklich viel besser.
Allerdings bekommt man dort die Mathematik vermittelt um ein komplexes
Gebilde wie einen Elko halbwegs zu verstehen.


--
Matthias Weißer
snipped-for-privacy@matwei.de
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Re: mainbord verlägerungen
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3ghz

indirekt schon.
Weil der OP auch ein REALES Mainboard hat, dessen Caps er auch
REAL verlängern will.

Gib doch einfach zu das zu Mist erzählt hast.

Gruß
  Tobi




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