Re: Lötstation: Digital oder analog?

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Analog messen tun beide (per Thermoelement oder sonstigem analogen
Temperatursensor).

Digital schalten tun beide (Heizung an/aus), ob per Phasenanschnitt
oder Zweipunktreglung ist bei der Traegheit der Loetkolben egal.

Die Einstellung der Temperatur ist auch per Poti, also analog.

Sogar die Regelung ist (zumindest Ersa Digital 80) bei beiden analog,
es wird die analoge Temperatur-IST-Spannung per OpAmp verglichen mit
einer analogen SOLL-Spannung.

Das digitale enthält lediglich einen A/D-Wandler (ICL7106) das die
Temperaturspannung in Ziffern anzeigt.

Wenn aber die Anzeige auf 300 steht, heisst das noch lange nicht,
das die Spitze auch 300 GradC heiss ist. Es heisst bloss, das der
A/D-Wandler eine Temperaturspannung bekommen hat, bei der er 300
anzeigt. Inwieweit das was mit 300 GradC zu tun hat, liegt an der
Kalibrierung.

Obwohl das Poti beim analogen auch nicht unbedingt zur Skala passt,
und dort wird nichts mehr kalibriert.

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Ich schaetze Ersa.

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Bei Temperaturreglung schadet mehr Leistung nicht, warum die aber so
deutlich teurer ist, ist unklar.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Lötstation: Digital oder analog?
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Aus Sicht der Lötstelle: Völlig egal.

Aus Sicht des Lötenden: Wer eine dreistellige Siebensegmentanzeige
haben möchte, um die Temperatur überwachen zu können - warum nicht,
ich habe sowas auch hier, netter Komfort, aber nicht unverzichtbar.

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Meines Wissens nicht.

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Wenn Du viel Bleche (Weisblechgehäuse o.ä.) oder ähnliches löten
willst, sind 80 Watt nicht zuviel.
Für Lötstellen auf Leiterplatten sind schon 50 Watt voll aureichend.
Wer - wie ich - viel SMD lötet und nur selten mal TO220-Kühlfahnen
auf Leiterplatten lötet, der kommt auch problemlos mit einem 25-Watt-
Kolben aus. Dieser hat den Vorteil, schön leicht und handlich zu sein,
daher bevorzuge ich diesen (sowohl im Hobby als auch auf der Arbeit).

Wichtig und gern vergessen ist die Wahl der richtigen Lötspitze:
Möglichst kurz, damit beim Löten der Temperaturabfall zwischen
Lötkolben und Lötspitze nicht zu groß wird und der Lötkolben
genügend schnell Leistung nachschieben kann, wenn viele Lötstellen
hintereinander gelötet werden.
Geeignet als Lötspitze sowohl für konventionelle als auch SMD-
Lötungen ist eine runde Lötspitze mit ca. 1 mm Durchmesser an der
Spitze. Aber das ist auch eine Frage, mit was man besser zurecht
kommt.

Außerdem - beliebter Fehler von nachlässigen Lötern - macht es
gar keinen Sinn, eine geregelte Lötstation zu haben und diese dann
auf Vollanschlag zu drehen, "weil es dann besser lötet". Das Gegenteil
ist nämlich der Fall: Oberhalb ca. 350 Grad verzundert die Lötspitze
sehr schnell und nimmt dann nur unwillig Lötzinn an. Viele stellen
dann eben eine noch höhere Temperatur ein, was kurzzeitig hilft - bis
die Zunderschicht dann noch dicker geworden ist.
Habe schon bei vielen Lötkolben ein trauriges Dauerdasein bei 450 Grad
gesehen!
Ich bevorzuge 340 Grad (Standardlötungen, bedrahtet und SMD), bis hin
zu 400 Grad (nur kurzzeitig, zum Auslöten, TO220-Fahnen auf Leiter-
platten löten, oder Bleche löten).

Thomas.

Re: Lötstation: Digital oder analog?
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Du sprichst Wahres.

Allerdings soll es auch Lötkolben geben, deren Regelung für
z.B. SMD nicht wirklich taugt.

Weil einem die Lötspitze trotz richtiger Temperatur bei Kontakt
mit einem Pad, welches über Vias auf Masse liegt (jetzt bitte nicht
mit Wärmefallen kommen, die will man häufig nicht, besonders
wenn es schnell oder HF-mäßig wird) unverzüglich einfriert,
dann kann dies schon zu Flüchen über die !#%?/! (zensiert)
Regelung führen. Dies gilt besonders, wenn der depp(piep, zensiert)
Temperaturfühler nicht hinreichend gut die wirkliche Temperatur
an der dünnen Spitze fühlt oder das Heizelement nicht schnell
genug "Dampf" bekommt, weil die Regelung extraträge
dimensioniert ist, damit sie ja nicht überschießt.

In der Hinsicht gibt es erhebliche Unterschiede zwischen
Primitivregelungen und gut durchdachten Digitalregelungen.

Der Knackpunkt ist nämlich: Dreht man die Temperatur hoch,
dann lötet es zwar, aber man kann garnicht so schnell hinschauen,
wie das fragliche Bauteil degradiert wird oder sich ganz
verabschiedet, das gilt besonders für 0,x um IC's, GaAs und SiGe ...

Gruß Oliver

P.s.: der hiermit mal nach gemachten Lötstations-Erfahrungen
nachfragt, und zwar nicht mit Lochraster auf Hartpappe,
sondern eben Fine Pitch SMD auf Multilayer ohne Wärmefallen.

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Re: Lötstation: Digital oder analog?
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Das hat nicht nur mit der Regelung zu tun, auch mit der dafür
geeigneten Spitze (möglichst kurz, möglichst dick), um die
Leistung von der Heizung möglichst ohne großen Temperaturabfall
und mit möglichst kurzen Wegen an die Lötstelle heran zu bekommen.

Es soll (ziemlich teure) Lötkolben geben, wo die Heizung in der
Lötspitze selbst sitzt und die eine sehr geringe thermische Masse
haben. Diese Lötkolben regeln extrem schnell nach und können auch
mit erheblich geringerer Temperatur gefahren werden als übliche
"Lötkloben", da der Temperaturgradient zwischen Heizelement und
Lötstelle sehr klein ausfällt (und Lötzinn bekanntlich schon ab
ca. 180 Grad Celsius schmilzt). - Leider habe ich die Hersteller-
Firma vergessen.

Thomas.

Re: Lötstation: Digital oder analog?
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Nicht die Leistung ist teuer, sondern deren schnelle und vorallem
richtige Kontrolle. Und ja, man will die Leistung ...

Gruß Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: Lötstation: Digital oder analog?
Ich habe eine ganz "normale" Lötstation, mit Poti.
Es ist eine ERSA Analog 60 und ich bin mit ihr sehr zufrieden.
Sie funktioniert, und das sehr gut.
Wichtig ist auch, dass es ein großes Sortiment an Lötspitzen gibt.


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Re: Lötstation: Digital oder analog?
Oliver:
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Volker Neurath:
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Ich weiß nicht, was ihr für Probleme hat. Ich komme mit höchstens
zwei oder drei verschiedenen Spitzen aus - und wenn ich die bei
Reichelt oder Conrad bekomme, dann ist gut.

Thomas.

Re: Lötstation: Digital oder analog?

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Viel wichtiger finde ich, daß man die Dinger auch nach vielen Jahren
noch ohne große Probleme bekommt.

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Zumindest ein kleines Sortiment für Magnastat bekommt man wirklich in
jedem Fachgeschäft. Ansonsten reicht mir für den Privatbedarf, was
Reichelt führt.

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